Schmuck der frohen Jugend
289,00 €
Antikes Collier aus lachsroter „Sciacca Koralle“, Italien um 1900
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Description
„Sieh dies liebliche Gebilde, / das ich als Geschenk dir weihe;
Rot Geäst aus Meerestiefen / Gab den Stoff zur Perlenreihe
Den, zum Schmuck der frohen Jugend, / Dort wo Nixenlied erklungen,
Hat der Taucher abgerungen / Mächtigem Korallenbaum!“
Korallenschmuck war über Jahrhunderte hinweg nicht nur eine schmückende Kostbarkeit, sondern auch mit zahlreichen Legenden verbunden. Aus den Tiefen des Mittelmeeres gefördert, trug dieses Material stets geheimnisvolle Assoziationen mit sich. So erzählte man sich vom Ursprung der Koralle, dass sie aus dem Blut der Medusa entstanden sei, als Perseus ihr am Meeresufer das Haupt abschlug: Ihr Blut tropfte auf Seetang und verwandelte diesen in einen roten Korallenbaum – so wie ihr Blick zuvor Menschen in Stein verwandelt hatte.
Bei diesem Collier sehen wir helle Korallen in einer Reihe angeordnet. Es handelt sich um Perlen aus den Jahren um 1900 mit dem charakteristischen Lachston der „Corallo Sciacca“, einer natürlichen Koralle aus dem Mittelmeer. Der Strang ist im Verlauf angeordnet, d.h., er wird zur Mitte hin dicker. Der Halsschmuck wird von einer Schließe aus leicht vergoldetem Silber gehalten. Ein schönes Schmuckstück mit ganz eigener Geschichte!
Das Gedicht ist zitiert nach Jeanette Bramer: Begleitgedichte zu Gegenständen aus des Goldschmieds edler Werkstatt, in: Deutsche Goldschmiede-Zeitung 15 (1910), S. 136.Im Juli des Jahres 1831 kam es vor der Südküste Siziliens, unweit des Fischerortes Sciacca, zu einem Naturereignis von spektakulärem Ausmaß: Ein unterseeischer Vulkan brach aus und erhob mit gewaltiger Kraft eine neue Insel aus den Tiefen des Mittelmeers. Fischer beobachteten fasziniert die feurigen Eruptionen – und standen bald vor einem geologischen Wunder: Ein Stück Land war entstanden, dort, wo zuvor nur Wasser gewesen war.
Kaum hatten sich Rauch und Asche verzogen, entbrannte ein diplomatischer Wettlauf: Das Königreich beider Sizilien reklamierte das Eiland als sein Eigentum und taufte es auf den Namen Ferninandea, zu Ehren König Ferdinand II.. Doch auch Großbritannien begehrte das neu entstandene Territorium – und benannte es Graham Island. Die französische Flotte nannte es poetisch Julia, und Spanien meldete ebenfalls Ansprüche an.
Was die Mächte Europas jedoch nicht besaßen, war Geduld: Schon 1832 hatte das Meer zurückgeholt, was das Feuer geschaffen hatte. Die Wellen rieben das fragile Land ab, bis es versank – nur eine Untiefe blieb zurück, verborgen unter der Oberfläche.
Doch damit war die Geschichte der Insel nicht zu Ende.
Denn die vulkanischen Aktivitäten und häufigen Beben in der Region hatten zu einem gewaltigen Korallensterben geführt. Die abgestorbenen, subfossilen Korallen bildeten eine der bedeutendsten Lagerstätten des gesamten Mittelmeers. Über Jahrzehnte hinweg wurden diese Korallen vom Meerwasser durchdrungen und nahmen dabei eine zarte lachsfarbene Tönung an, die sie einzigartig machte – ein leuchtendes Erbe aus der Tiefe.
1875 schließlich wurde der Schatz gehoben – durch Zufall: Der sizilianische Fischer Bettu Ammareddu, Kapitän eines Trawlers, verlor seine Kette – ein Geschenk seiner Geliebten – genau über jener Untiefe, wo einst Ferninandea gelegen hatte. Beim Tauchen nach dem Schmuckstück entdeckte er einen Meeresboden, der reich mit Korallen bedeckt war. Bald darauf begann der gezielte Abbau, der einen regelrechten Boom auslöste. Doch wie die Insel selbst war auch dieser Reichtum vergänglich: 1915 waren die Lagerstätten erschöpft – zurück blieb nur die Erinnerung an eine lachsfarbene Kostbarkeit aus dem Schoß eines vergessenen Vulkans.
| Material: | 120 gedrückte Kugeln aus italienischer Mittelmeerkoralle, sog. „Sciacca Koralle“ (Corallium rubrum), 3,5 bis 7,5 mm Durchmesser Silber 925/000, vergoldet |
| Stempelungen: | Der Feingehaltsstempel „925“ auf der Kettenschließe |
| Größe: | Tragelänge 46,0 cm |
| Gewicht: | 14,2 g |
| Zustand: | Sehr gut, neu aufgezogen, die Schließe erneuert |
| Zertifikat: | Lieferung mit Zertifikat |
| Produktsicherheit: | Verantwortliches Unternehmen im Sinne der Verordnung (EU) 2023/988 über die allgemeine Produktsicherheit ist: Sie erreichen uns unter Telefon +40 723 456 765 sowie per E-Mail unter [email protected]. |
| Objekt-Nr.: | 25-1442 |

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