Seidenglanz
79.980,00 €
Vintage Armband mit unbehandelten Burma-Rubinen & Diamanten in Weißgold, um 1970
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Description
Rubine aus Burma zählen aufgrund ihrer herausragenden Qualität zu den kostbarsten Edelsteinen überhaupt und sind oft wertvoller als Diamanten. Ihre klassische Fundstätte liegt in der Gegend um Mogok im heutigen Myanmar. Rubine aus anderen Fundstätten, wie Thailand oder Afrika, werden heutzutage nahezu immer erhitzt, um Farbe und Reinheit zu verbessern. Bei Rubinen aus Mogok ist dies nicht notwendig – ihre Farbe und Schönheit bedürfen keiner Verbesserung.
Das hier vorliegende Armband zeigt die außergewöhnliche Qualität dieser seltenen Edelsteine. In eine Rahmung aus Weißgold und feinsten Diamanten sind zwölf unbehandelte Rubine aus Burma gefasst. Diese Rubine sind in einem leichten Verlauf angeordnet, wobei sie zur Mitte hin größer werden. Die großzügigen Tafeln erlauben es dem Betrachter, mit dem Blick in das Innere der Steine einzutauchen. Bei jeder Bewegung leuchtet ihr intensives Rot im Licht. Feinste Rutilnadeln, die in den Rubinen eingeschlossen sind, verleihen ihnen den typischen Seidenglanz, der burmesische Rubine so einzigartig macht.
Das Armband umgibt die Rubine mit rhythmisch wiederholten Bögen sowie Rahmen aus Brillanten und Baguette-Diamanten. Gehalten werden die Edelsteine von Krappen mit abgerundeten Enden, wie sie für Schmuck der 1960er und 1970er Jahre typisch sind. Armbänder mit Farbsteinen und reichlichem Diamantbesatz waren in diesen Jahren besonders beliebt. David Bennet und Daniela Mascetti zeigen in ihrem Werk Understanding Jewellery (Woodbridge 2010, S. 434f.) einige vergleichbare, kostbare Beispiele, die uns helfen, auch dieses Armband in diese Zeit zu datieren.
Wir haben zwei unabhängige Gutachten für das Armband anfertigen lassen, die sowohl die Qualität der Edelsteine als auch die burmesische Herkunft der Rubine bestätigen. Die Gutachten liegen dem Armband bei, das wir hier in Berlin erwerben konnten.Rubine haben in der Welt des Schmucks eine außerordentliche Bedeutung: Heute wird seine leuchtende Farbe oft mit Liebe und Leidenschaft in Verbindung gebracht, doch wurden dem Stein in der Vergangenheit in vielen Kulturen weitere mystische Kräfte zugeschrieben.
Im Hinduismus zum Beispiel wurde der Rubin als „König aller Edelsteine“ oder „Ratnaraj“ in Sanskrit angesehen. Die Gläubigen nahmen an, dass Rubine für Krishna zu opfern ihnen eine Wiedergeburt als Kaiser ermöglichen würde. Darüber hinaus wurden die Rubine nach ihrer Qualität in Kasten eingeteilt: Die wertvollsten Rubine wurden „Brahmanen“ genannt und verliehen ihrem Besitzer angeblich Sicherheit in allen Lebenslagen. Ähnlich konnte man in China den sozialen Rang einer Person aus der Farbe des Rubins ihres Ringes ableiten.
In Myanmar, dem früheren Burma, dem klassischen Fundort kostbarer Rubine, glaubten die Krieger, dass der Edelstein ihnen Unbesiegbarkeit auf dem Schlachtfeld verleihen würde. Doch das bloße Tragen eines Rubins reichte nicht aus: Die Steine mussten ganz real in die Haut ihrer Besitzer eingepflanzt werden. Denn sobald der Stein Teil des menschlichen Körpers war, konnte sein Feuer auf diesen übergehen und die Lebenskraft seines Besitzers stärken.
| Material: | 12 natürliche, unbehandelte Rubine aus Burma (no heat!) im Stern-/Treppenschliff, oval, zus. ca. 18,25 ct, 6,44 x 5,62 mm bis 9,54 x 6,19 mm 188 Diamanten im Brillantschliff, zus. ca. 9,42 ct, Feines Weiß (Top Wesselton, G), vvsi–vsi 72 Diamanten im Baguetteschliff, zus. ca. 3,60 ct, Feines Weiß (Top Wesselton, G), vvsi–vsi Weißgold 585/000, entspricht 14 Karat |
| Stempelungen: | Feingehalt „585“ in einem Sechseck auf der Rückseite der Schließe |
| Größe: | Tragelänge 18,2 cm, 1,6 cm breit |
| Gewicht: | 49,9 g |
| Zustand: | Sehr gut |
| Zertifikat: | Lieferung mit einem Gutachten der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung zur Herkunft und Behandlung der Rubine sowie mit einem detaillierten Gutachten der Deutschen Gesellschaft für Edelsteinbewertung vom 29. Oktober 2024. Festgestellter Wiederbeschaffungswert: 91.570,- Euro. |
| Objekt-Nr.: | 24-1008 |

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